Wenn Sie einen verletzten, kranken oder hilflosen Wildvogel gefunden haben, ist ruhiges und richtiges Handeln entscheidend. Die folgenden Hinweise helfen Ihnen bei den ersten Maßnahmen.
Unbefiederte Jungvögel benötigen dringend Wärme und Luftfeuchtigkeit
Sie können ihn zunächst in der geschlossenen Hand halten, bis Sie ihm ein Ersatz-Nest erstellt haben.
Als nächstes bieten Sie ihm das Ersatz-Nest:
Als Wärmequelle eignet sich hervorragend eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen. Haustierbesitzer besitzen im besten Fall ein SnuggleSafe oder eine Heizmatte. Die Wärmequelle wird auf etwa 38 °C erwärmt.
Aus einem Handtuch wird ein stabiler Kringel geformt und auf das Kirschkernkissen gelegt.
In die Mitte des Kringels wird eine weiche Socke oder ein anderer weicher Stoff gelegt, auf den das Küken gesetzt wird.
Ein zweites Handtuch wird locker zu etwa drei Vierteln über den Kringel gelegt, sodass das Küken geschützt ist, aber ausreichend Luft bekommt.
Ein leicht angefeuchtetes Taschentuch wird neben das Küken gelegt (ohne direkten Kontakt), um die notwendige Luftfeuchtigkeit zu erzeugen.
So entsteht ein einfacher, sicherer Ersatz für einen Inkubator.
⚠️ Wichtig:
Die Wärmequelle darf niemals auskühlen – auch nicht nachts.
Ein Auskühlen des Vogelkörpers führt zum Tod des Jungvogels.


Schon flügge Vögel sollten verletzungsgeschützt untergebracht werden
Hierzu eignet sich z.B. Karton, eine Katzentransportbox oder Eurobox. Darüber am besten ein Handtuch legen.
Keinen Käfig – an diesem können sie sich die Federn zerstören.

